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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 3

Martin Stahl, Der Briefwechsel zwischen Samuel Hahnemann und Clemens von Bönninghausen.
K.F. Haug-Verlag: Heidelberg 1997. 319 Seiten.
ISBN 3-8304-0360-7, EUR 49,95

 
Zweifelsohne ist der Briefwechsel zwischen Hahnemann und Bönninghausen für die Homöopathie sehr bedeutsam, gilt Clemens von Bönninghausen doch als der engste Schüler des Begründers der Homöopathie. Die Korrespondenz umfaßt den Zeitraum von 1830 bis 1843, somit die Köthener wie die Pariser Zeit Hahnemanns. In dieser Zeit hat Hahnemann die "Chronischen Krankheiten" abgeschlossen und die Hochpotenzen in die Therapie eingeführt. Damals nahmen auch die Richtungsstreitigkeiten über die Reinheit der Lehre zwischen Hahnemann und den von ihm so genannten "Halb- oder Pseudohomöopathen", die sich bis in unsere Tage auswirken, ihren Anfang.

Die Interpretation dieses bedeutenden Briefwechsels schließt auch zentrale medizinhistorische Fragestellungen ein. So ist das Material, das hiermit erstmalig vollständig vorgelegt wird, nicht zuletzt unter psychologisch-anthropologischen, soziologischen und sprachlich-stilistischen Gesichtspunkten interessant.

Besonders wertvoll wird die Arbeit für den Leser durch ein umfangreiches Glossar, das die in den Briefen jeweils erwähnten Namen und Gegebenheiten erläutert. Dies läßt das Buch zu einer Fundgrube für alle Homöopathen und (Medizin-)Historiker werden.