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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 4

Christian Lucae, Die Lehrstühle für Homöopathie an deutschen Universitäten. Die Bestrebungen zu ihrer Institutionalisierung von 1812 bis 1945.
K.F. Haug Verlag: Heidelberg 1998, 287 S.
ISBN 3-8304-0313-5, EUR 49,95


Der erste Dozent für Homöopathie war kein geringerer als Samuel Hahnemann (1755-1843), der sich 1812 an der Leipziger Universität habilitierte. Jedoch bereits wenige Jahre später kehrte er nach Differenzen mit seinen Kollegen der Fakultät den Rücken.

Seither ist die Diskussion um eine Integration der Homöopathie in den Lehrbetrieb der Hochschulen nicht abgerissen. Sie wurde bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts hinein besonders intensiv geführt. Wenn es auch insgesamt nur zwei Lehrstühle für Homöopathie an deutschsprachigen Universitäten gegeben hat, so ist die Geschichte um die akademische Anerkennung der Hahnemannschen Lehre überaus spannend und komplex.

Nicht zuletzt unter dem Aspekt aktueller Bemühungen um Lehrstühle und Lehraufträge für Homöopathie ist die Lektüre dieses Buches aufschlußreich.

Lehrreich wird die Arbeit zusätzlich durch einen Vergleich mit der Situation in den USA, wo es durch zahlreiche Gründungen privater Lehranstalten im 19. Jahrhundert zunächst wesentlich besser gelang, Ausbildung und Forschung im Bereich der Homöopathie zu etablieren.