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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 8

Katrin Schreiber, Samuel Hahnemann in Leipzig. Förderer, Gegener und Patienten: Das soziale Netzwerk der Homöopathie zwischen 1811 und 1821.
K.F. Haug Verlag: Heidelberg 2002.
ISBN 3-8304-7163-7

Katrin Schreiber beleuchtet anschaulich die Entwicklung der Homöopathie und der Praxis Hahnemanns während seiner Zeit in Leipzig (1811-1821) und geht der Frage nach, ob Leipzig tatsächlich als die Wiege der Homöopathie angesehen werden kann, wie oftmals behauptet, ohne je überprüft worden zu sein.

Das Verhältnis Hahnemanns zu Ärzten, Apothekern, Behörden und Universität sowie die Zusammensetzung seiner Leipziger Patientenschaft werden hier erstmals anhand der noch vorhandenen Quellen untersucht. So lässt sich zeigen, dass zu dieser Zeit die Anfeindungen und Widerstände von Seiten der Ärzteschaft, der Behörden und der Universität gegen die Homöopathie keineswegs so ausgeprägt waren, wie bisher behauptet wurde. Vielmehr fand die neue Heilmethode Hahnemanns anfangs weitaus weniger Beachtung, als er es sich gewünscht hätte. Trotzdem muss die Leipziger Zeit als Erfolg für die Homöopathie gewertet werden. Hier wurden die Grundpfeiler für die Entwicklung und Verbreitung der Homöopathie errichtet da Hahnemann an der Universität lehren konnte, erste Schüler sich ihm anschlossen und immer mehr Patienten Gefallen an der neuen Heilmethode fanden.

Mit steigendem Erfolg Hahnemanns wuchsen jedoch die Angriffe gegen die Homöopathie, und es wird deutlich, dass er selber an diesen Konflikten, die die Homöopathie bis zum heutigen Tage begleiten, keineswegs unbeteiligt war. So lässt sich z. B. der "Mythos" von Hahnemanns Vertreibung aus Leipzig aufgrund des Dispensierstreits nicht länger aufrechterhalten.