Kriegskrankenpflege im Ersten Weltkrieg
Nachdem die Hoffnung auf einen schnellen Sieg gewichen war und sich unter dem Pflegepersonal Kriegsmüdigkeit breit machte, war es Aufgabe des Militärs und der Wohlfahrtsverbände, ihr Personal in den Etappen zum Durchhalten zu motivieren. Es wurden den Schwestern und Pflegern Aufenthalte in Erholungsheimen angeboten, sie erhielten in Anerkennung ihrer Dienste Medaillen, ihre Gehälter wurden jährlich erhöht und es wurde ein sogenannter „Schwesternfond“ für im Krieg erkrankte Schwestern eingerichtet. Besondere Ereignisse waren außerdem die Besuche von hochrangigen Generälen, von Landesfürsten und vom Kaiser, die sich ein Bild von der Kriegskrankenpflege machen wollten. Eine Anerkennung des Pflegeberufs oder gar eine Verbesserung des Ausbildungsstandards als Folge erfolgreicher pflegerischer Kriegstätigkeit, ist anhand der spärlichen Quellenlage nicht zu erkennen.