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Ärztliche Praxis im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts: Der Homöopath Dr. Friedrich Paul von Bönninghausen (1828-1910)

Der Gegenstand des Vorhabens ist die exemplarische Analyse der Praxis eines homöopathischen Arztes im ausgehenden 19. Jahrhundert. Friedrich Paul von Bönninghausen war der Sohn des Laienhomöopathen Clemens von Bönninghausen und hatte nach dessen Tod 1864 die Praxis in Münster in Westfalen übernommen. Die Quellengrundlage ist eine Auswahl der 34 Krankenjournale, die seine Praxistätigkeit für die Jahre von 1864 bis 1889 abdeckt.
Das Projekt ist Teil des von der DFG geförderten Forschungsverbundes, „Ärztliche Praxis (17. bis zum 19. Jahrhundert)“, der vom IGM (Prof. Dr. M. Dinges) initiiert und maßgeblich mit vorbereitet wurde (Sprecher Prof. Dr. Dr. Michael Stolberg, Würzburg).
„Praxis“ soll dabei in einem doppelten Sinn verstanden werden: zum einen im Hinblick auf den konkreten Ort und den organisatorischen Rahmen der Arzt-Patient-Begegnung; zum anderen im Hinblick auf die bei dieser Begegnung angewandten therapeutischen und kommunikativen Praktiken. Die insgesamt acht Forschungsprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden durch drei zentrale, projektübergreifende Themenkomplexe strukturiert. Neben dem Praxisalltag, stehen besonders die Patientinnen und Patienten sowie Wissensbestände im Fokus der Untersuchungen.
Bearbeiterin ist seit 1. November 2009 Marion Baschin, M. A. (halbe Stelle)