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Glossar

Ähnlichkeitsprinzip
Eine Krankheit soll mit dem Mittel behandelt werden, das bei einem Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorruft (Similie-Prinzip).

Allopathie
Bezeichnung für die heute übliche Pharmakotherapie im „schulmedizinischen“ Sinne. Im Gegensatz zum Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie werden hier Arzneimittel gegeben, die die Krankheitserscheinungen unmittelbar bekämpfen (und nicht etwa beim Gesunden auslösen würden).

Anamnese
Von altgriechisch anamnesis = Erinnerung. Im Rahmen einer ausführlichen Befragung wird die Krankengeschichte eines Patienten in Erfahrung gebracht.

Anthroposophie
Als Anthroposophie (von griechisch „Mensch“ und „Weisheit“) wird eine von Rudolf Steiner (1861 – 1925) begründete, weltweit vertretene spirituelle Weltanschauung bezeichnet. Ihr Ziel ist es, den Menschen in seiner Beziehung zum Übersinnlichen zu betrachten.

Arsen
Das chemische Element gehört zu den Halbmetallen und wird als Arzneimittel verwendet, obwohl es giftig ist.

Cholera
Schwere, bakterielle Infektionskrankheit vorwiegend des Dünndarms, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird. Die Infektion erfolgt zumeist über verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung.

Dilution
Homöopathische Mittel werden unter anderem als Dilution angeboten, das heißt als flüssige Mittel in Tropfenform.

Globuli
Globuli sind kleine Kügelchen aus Zucker, in denen die homöopathischen Mittel meistens angeboten werden. Bei Globuli sprüht man das flüssige homöopathische Mittel fein auf die Kügelchen und lässt es trocknen.

Homöopathie
Von griech. homoios = ähnlich, pathos = Leiden. Eine auf Erfahrung beruhende alternativmedizinische Behandlungsmethode.

Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis
Weltweiter Zusammenschluss von homöopathischen Ärzten seit 1925. Auf Kongressen (seit 1876) treffen sich Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Materia Medica
Arzneimittellehre. Hier werden Arzneimittelbilder ausführlich und verbindlich beschrieben.

Organon
Hahnemanns grundlegendes Werk zur Begründung und Ausübung der Homöopathie.

Placebo
(lat. „Ich werde gefallen“)
Ein „reines“ Placebo ist ein Scheinarzneimittel, welches keinen Arzneistoff enthält und somit auch keine durch einen solchen Stoff verursachte pharmakologische Wirkung haben kann.

Potenzierung
Stufenweise Herstellung von Verdünnungsgraden.

Quecksilber
Das chemische Element ist das einzige Metall, das bei Normalbedingungen flüssig ist.

Repertorium
Liste von Symptomen (z. B. Fieber, Schmerz), denen bestimmte Mittel zugeordnet werden.

Selbstdispensierrecht
Das Recht für Nichtapotheker, Arzneimittel herzustellen und abzugeben.

Verschüttelung
Die Verschüttelung dient bei der Potenzierung homöopathischer Mittel der gründlichen Vermischung von arzneilichen Wirkstoffen und neutraler Substanz. Bei der Verschüttelung wird das Fläschchen mit der Flüssigkeitsmischung zehn- oder hundertmal rhythmisch auf eine feste Unterlage geschlagen. Hahnemann empfahl als Unterlage ein in Leder gebundenes Buch.

Vier-Säfte-Lehre
Hippokrates begründete die Vier-Säfte-Lehre und definierte Krankheit als die schlechte Mischung der Körpersäfte (Blut, Schleim, Schwarze und Gelbe Galle), die u. a. durch die ungünstige Beschaffenheit von Luft, Wasser und Boden entsteht. Diese Lehre bildete die Grundlage der medizinischen Therapie von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit.