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Prävention und Gesundheitsförderung in der DDR (1949-1990). Politik und Praxis

Jenny Linek, M.A.
Das Hauptaugenmerk des DDR-Gesundheitswesens richtete sich auf den vorbeugenden Gesundheitsschutz und die Verhütung von Krankheiten. Der Schutz der Gesundheit hatte Verfassungsrang, gleichzeitig wurde eine ‚Pflicht zur Gesunderhaltung’ postuliert. Das Promotionsprojekt widmet sich der Fragestellung, ob sich der hohe Stellenwert der Prophylaxe im Lebensalltag der Bürger erkennbar niedergeschlagen hat. Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, wie sich die gesundheitspolitische Propaganda auf das Verhalten der Menschen ausgewirkt hat und ob es der DDR-Führung gelungen ist, die Bürger zu gesundheitsbewusstem Handeln zu bewegen. Diese und andere Fragen sollen anhand von Eingaben und verschiedenen Ego-Dokumenten, aber auch durch die Auswertung medizinisch-soziologischer Studien zum Gesundheitsverhalten der DDR-Bevölkerung sowie von Berichten und Analysen der staatlichen Gesundheitsbehörden beantwortet werden. Inwieweit gesundheitsbewusstes Verhalten geschlechterspezifisch bestimmt war, ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit.