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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 10

Anke Dörges, Die Homöopathiefamilie Dr. Schweikert.
K.F. Haug Verlag: Stuttgart 2007.
ISBN 978-3-8304-7275-9

In diesem Buch werden erstmals Leben und Wirken der Homöopathenfamilie Dr. Schweikert in einem weiter gefassten Kontext unter Einbeziehung bisher noch nicht berücksichtigter Archivalien sowie gedruckter Primärquellen dargelegt.
Schwerpunkt der Arbeit sind zum einen die Biographien sowohl des Vaters als auch der beiden Söhne, zum anderen die Erörterung ihrer für die Homöopathie relevanten Publikationen.
Darüber hinaus werden die verschiedenen Strömungen innerhalb der Homöopathie und die generationsbedingten Auffassungen hinsichtlich der Allopathie herausgearbeitet.
So galt der Vater Georg August Benjamin Schweikert (1774-1845) als "echter" Schüler Samuel Hahnemanns (1755-1843), der nicht nur von 1834 bis 1835 das erste homöopathische Krankenhaus in Leipzig leitete, sondern auch die Hahnemannsche Lehre durch Herausgabe seiner Zeitung der naturgesetzlichen Heilkunst (1830-1835) in der Laienwelt verbreitete.
Im Unterschied dazu bediente sich der ältere Sohn Julius Schweikert (1807-1876), der sich als Arzt in Russland etablierte, zusätzlich auch herkömmlicher Heilmethoden.
Der jüngere, in Breslau lebende Sohn Johann Gustav Schweikert (1816-1903) gab dagegen einer im Denken freieren und kritischeren Richtung der Homöopathie, die sich vom Dogmatismus Hahnemanns losgesagt hatte, den Vorzug.