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Prävention und Gesundheitsförderung in der Bundesrepublik Deutschland aus geschlechterspezifischer Perspektive (1949-2010)

In diesem Promotionsprojekt (Bearbeiter: Pierre Pfütsch) werden sowohl die Angebote zu Prävention und Gesundheitsförderung als auch die Nachfrage nach diesen geschlechterspezifisch untersucht. Dabei soll zunächst geklärt werden, welche geschlechterspezifische Ausrichtung die Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote im Untersuchungszeitraum aufwiesen. Ferner sollen die den Angeboten zugrunde liegenden Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit herausgearbeitet und auf ihre Verknüpfung mit dem Gesundheitshandeln untersucht werden. Aufgrund der historisch bedingten dezentralen Struktur der Akteure auf dem Präventionsfeld in der BRD erfolgt die Analyse auf mehreren Ebenen. Auf der Bundesebene werden v.a. die Aktenbestände und Endverbraucherveröffentlichungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung untersucht. Auf der Länder- und kommunalen Ebene werden exemplarisch die Präventionsbemühungen in der Freien und Hansestadt Hamburg und in Schleswig-Holstein betrachtet. Das Quellenkorpus bilden hier Vorlesungsverzeichnisse einer Volkshochschule und Aktenbestände der kommunalen Gesundheitsbehörden. Die Inhalte der Apotheken-Umschau und einer Public-Health Zeitschrift bilden die Quellengrundlage für die individuelle Ebene.
Da aber letztlich für die Wirksamkeit von Prävention und Gesundheitsförderung nicht nur die Angebote, sondern vielmehr das Verhältnis des einzelnen Menschen zu diesen von Bedeutung ist, ist es ein weiteres Ziel dieses Projektes, das Nachfrageverhalten von Männern und Frauen nach diesen Angeboten sowohl quantitativ als auch qualitativ näher zu betrachten. Dabei sollen die Argumentationen der Bürger für bzw. gegen die Nutzung von Präventionsangeboten geschlechterdifferenziert aufgearbeitet werden. Als Quellengrundlage dienen hierfür Eingaben, Anfragen und Beschwerden von Bürgern an unterschiedliche Präventionsträger.