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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 17

Marion Baschin, Die Geschichte der Selbstmedikation in der Homöopathie.
KVC Verlag, Essen 2012.
ISBN 978-3-86864-023-6

Wie kam es dazu, dass sich die Homöopathie als eine so beliebte Möglichkeit der Selbsthilfe etablieren konnte? Dieser Frage stellt sich Marion Baschin im hier vorliegenden Werk, das erstmals die Tradition der Eigenbehandlung mit homöopathischen Arzneien vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts darstellt. Zu den Faktoren, die die Selbstmedikation mit Homöopathika gefördert haben, gehören die Grundlagen der Lehre Hahnemanns selbst: Die Homöopathie galt als einfache, sanfte und kostengünstige Heilmethode. Der Mangel an homöopathischen Ärzten zwang Interessierte überdies zu einer Selbsttherapie, während gleichzeitig die Erfolge der Lehre Hahnemanns bei der Behandlung der Cholera und anderer Krankheiten deren Bekanntheit steigerten. Laienratgeber als Anleitungen zur Selbsthilfe waren weit verbreitet. Vielerorts angebotene Haus- und Taschenapotheken sowie gegenseitige Information und Hilfestellungen in Laienvereinen begünstigten die Selbsthilfe zusätzlich. Auch die von Dr. Wilhelm Schüßler entwickelte Biochemie und die Selbstbehandlung mit den „Schüßler-Salzen“ werden in einem Exkurs berücksichtigt. Damit erschließt diese sozial- und medizinhistorische Studie vielfältige Aspekte der Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln.