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Quellen und Studien zur Homöopathiegeschichte
Band 18

Victoria Vieracker, Nosoden und Sarkoden. Einführung und Entwicklung zweier homöopathischer Arzneimittelgruppen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
KVC Verlag, Essen 2013.
ISBN 978-3-86864-033-5

Zusammenfassung

Nosoden und (weniger auch) Sarkoden stellen zwei bedeutende homöopathische Arzneimittelgruppen dar. Nosoden werden in der vorliegenden Untersu-chung definiert als aus pathologischen menschlichen oder tierischen Körperstoffen, physiologischen menschlichen und tierischen Körperflüssigkeiten bzw. Exkrementen sowie aus parasitären Tieren hergestellte Homöopathika. Sarkoden hingegen werden bestimmt als aus einzelnen gesunden Organen oder Geweben sowie aus isolierten Körperstoffen menschlicher oder tierischer Herkunft bereitete homöopathische Arzneien. Wie herkömmliche Homöopathika werden Präparate aus beiden Arzneimittelgruppen vorwiegend nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip verschrieben, weshalb für deren thera-peutischen Einsatz keine fixen Indikationen angegeben werden können.
In der vorliegenden Arbeit konnte erstmals eine Rekonstruktion der Geschichte dieser beiden Arzneimittelgruppen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum durchgeführt werden. Ziel war es dabei vor allem, Vorläufer der beiden Arzneimittelgruppen inner- wie außerhalb der homöopathischen Therapieform aufzuspüren, die damalige Praxis der Nosoden- und Sarkodentherapie zu ermitteln, die dabei jeweils zugrundeliegenden theoretischen Ansichten verschiedener Homöopathen zu eruieren sowie die durch die Einführung der beiden Arzneimittelgruppen hervorgerufenen Diskussionen nachzuzeichnen. Um dabei einen möglichst unverfälschten Eindruck von der damaligen therapeutischen Praxis sowie von den nosoden- bzw. sarkodenspezifischen Überzeugungen und Auffassungen der Homöopathenschaft zu gewinnen, wurden Letztere an ausgewählten Stellen in den Kontext der medizinisch-anthropologischen Wissensbestände der damaligen Zeit gestellt und vor diesem Hintergrund kritisch beurteilt. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit basieren vorwiegend auf einer Auswertung von Originalquellen (insbesondere von Joumalartikeln der homöopathischen Periodika AHZ, Stapß Archiv, Hygea und Zooiasis) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die wichtigsten Resultate sind im Folgenden kurz zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Darstellung derjenigen Erkenntnisse, die das bisher bestehende Bild über die Nosoden- und Sarkodengeschichte korrigieren.
Die Nosoden wurden von Constantin Hering dem homöopathischen Arzneimittelschatz hinzugefügt. In seinem Artikel „Nachträgliche Bemerkungen über das Schlangengift" (1831 in Stapfs Archiv erschienen) stellte er die Hypothese auf, dass sich die Krankheitsprodukte von Pocken, Tollwut und Krätze in potenzierter Form als wirksam in der Behandlung der jeweils entsprechenden Erkrankung erweisen würden. Eine Einführung der Sarkoden erfolgte 1833 ebenfalls durch Hering. Im Gegensatz zur Sarkodentherapie, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts insgesamt eine eher untergeordnete Rolle spielte, erlebte die Nosodentherapie in Deutschland bereits wenige Jahre nach der Veröffentlichung von Herings „Nachträglichen Bemerkungen" eine erste Blütephase. Ausschlaggebend hierfür war jedoch weniger die Publikation von Herings Journalartikel als vielmehr eine Veröffentlichung des Tiermediziners J. J. Wilhelm Lux, der in seiner Schrift Die Isopathik der Contagionen (1833) den Einsatz von potenzierten Krankheitsprodukten zur Behandlung der jeweils entsprechenden kontagiösen Erkrankungen empfahl. In seinem aufsehenerregenden Werk stellte Lux darüber hinaus die Isopathie als eine der Homöopathie überlegene Heilkunde dar. Sie basiert nicht wie die Homöopathie auf dem Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf dem Grundsatz „Gleiches möge durch Gleiches behandelt werden". In der Folge von Lux' Schrift kam es (auch durch die Bemühungen des Homöopathen Gustav W. Groß) zu einer häufigen Verwendung von Nosodenpräparaten durch die Homöopathenschaft. Darüber hinaus war es bis 1834/1835 (vorwiegend durch Lux und Hering) zu einer deutlichen Ausweitung des Spektrums der zur Herstellung von Nosodenpräparaten verwendeten Substanzklassen gekommen. Beispielsweise wurden potenzierte Konkremente oder pathologisch verändertes Gewebe zur Bereitung von Nosodenpräparaten herangezogen; der Großteil der auch heute noch gebräuchlichen Arten an Ausgangsstoffen von Nosoden geht somit auf Entwicklungen in dieser kurzen Zeitspanne zurück.
Die anfängliche Hochphase der Nosodentherapie fand bereits Mitte der 1830er Jahre ein schnelles Ende, woran abermals eine Veröffentlichung von Lux keinen geringen Anteil hatte. Seine 1834 publizierten „Geheimmittel", eine Auflistung von zum Teil sonderbar anmutenden Nosodenpräparaten (z. B. Fußschweiß oder Erbrochenes mit Schwarzen Flocken), wurden zum Stein des Anstoßes. Zwar stellte die arzneiliche Verwendung von Exkrementen und sonstigen Animalia noch bis in die Barockzeit eine häufig in Anspruch genommene Therapieoption dar. Die Heilsame Dreck-Apotheke von Christian F. Paullini (1696 erschienen), deren Mixturen vorwiegend auf Urin und Fäkalien basieren, erreichte im Verlauf eine hohe Auflagenzahl und kann zu den weithin bekannten sowie überaus erfolgreichen Rezeptsammlung gezählt werden. Im 19. Jahrhundert wurde allerdings - aufgrund einer Veränderung des Rationalitätsbegriffs seit der Aufklärung - die Verabreichung von Animalia wie auch von Exkrementen als überkommen angesehen und von vielen als unzeitgemäß abgelehnt. Da die in den „Geheimmitteln" angeführten Nosodenpräparate stark an die in der Dreck-Apotheke erwähnten Indigrenzien erinnerten, war die Nosodentherapie nach der Publikation der Arzneimittelliste durch Lux vollkommen kompromittiert; eine positive Stellungnahme in der Öffentlichkeit schien nicht mehr möglich. Ein weiterer Grund für die drastische Abnahme der Verschreibung von Nosodenpräparaten ab 1835/1836 ist darin zu sehen, dass sich bereits wenige Jahre nach dem Beginn der Nosodentherapie eine zunehmende Ernüchterung bezüglich deren Wirksamkeit in der Praxis breit machte. Diese Enttäuschung wog umso schwerer, als die Nosodenpräparate anfangs als eine Art Allheilmittel betrachtet wurden, die sich bei sämtlichen bis dahin oftmals als unheilbar oder sogar infaust geltenden Erkrankungen als wirksam erweisen sollten. Diese übersteigerten Erwartungen konnten kaum erfüllt werden.
In Anbetracht dessen erstaunt es kaum, dass die Mitte der 1840er Jahre einsetzenden Bemühungen des Landarztes J. F. Hermann aus Thalgau, den bis dahin eher spärlich beachteten Sarkodenpräparaten vermehrt zu Anwendung in der homöopathischen Praxis zu verhelfen, heftige Kritik hervorriefen. Hermann empfahl die Verordnung von Extrakten aus Fuchsorganen zur Behandlung von Krankheiten der jeweils entsprechenden Organe, stieß damit (hauptsächlich aufgrund seiner Anleihen aus der traditionellen Organtherapie) innerhalb der Homöopathenschaft jedoch überwiegend auf Ablehnung. Einen deutlichen Aufschwung erlebte die Therapie mit Nosoden- und Sarkodenpräparaten erst wieder gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mitunter ist dies auf eine wissenschaftliche Aufwertung der arzneilichen Verwendung von Krankheitsprodukten wie auch von Organauszügen zurückzuführen, die auf neuen Erkenntnissen in der Bakteriologie bzw. Hormonersatztherapie beruhte.
Auch wenn Hering heutzutage von vielen Homöopathen gewissermaßen als „Vater des Nosoden- und Sarkodengedankens" betrachtet und als maßgeblich für deren Einführung wie für deren weitere Entwicklung angesehen wird, wird dessen Bedeutung für die Praxis der Nosodentherapie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aktuell eher überschätzt. Im Gegensatz dazu sind die Einflüsse von Lux' Schriften kaum bekannt. Wie bereits erwähnt, hat die Nosodentherapie jedoch erst seit der Veröffentlichung von dessen Isopathik vermehrt Anwendung durch die Homöopathenschaft gefunden. In eindrücklicher Weise zeigt sich dies auch in einer Auswertung von Falldarstellungen von Nosoden- und Sarkodenbehandlungen aus der AHZ. Darin lässt sich eine massive Zunahme der Verabreichung von Nosodenpräparaten nach der Veröffentlichung von Lux' Isopathik Anfang 1833 belegen. Bereits Mitte der 1830er Jahre nimmt die Verschreibungshäufigkeit wieder deutlich ab, was unter anderem in Zusammenhang mit der Publikation der „Geheimmittel" im Jahre 1834 gebracht werden kann.
Aufgrund der breiten Rezeption der Isopathik blieb es indes nicht aus, dass die Isopathiefrage zu einem Streitpunkt innerhalb der Homöopathenschaft avancierte. Es stellte sich sowohl die Frage nach der Einordnung der Nosodentherapie als homöo- bzw. isopathische Behandlungsform als auch nach der Notwendigkeit der Begründung eines neuartigen, der Homöopathie  
überlegenen Heilsystems. Doch auch als nach einigen Kontroversen die Nosodentherapie schließlich nahezu einhellig der Homöopathie untergeordnet worden war, riss dennoch die Diskussion darüber nicht ab, ob der Grundsatz der Homöopathie statt „Ähnliches möge durch Ähnliches behandelt werden" nicht vielmehr „Gleiches möge durch Gleiches behandelt werden" lauten müsse. Lux hatte durch die Publikation seiner Isopathik die Homöopathie also bis in ihre Grundfeste erschüttert.
An dieser Stelle gilt es anzumerken, dass mehrere Faktoren Zusammenkommen mussten, um eine so grundlegende Infragestellung der homöopathischen Grundprinzipien überhaupt erst zu ermöglichen. Am bedeutendsten hierfür war sicherlich der - der Homöopathenschaft nicht immer bewusste - Umstand, dass der zentrale Ähnlichkeitssatz der homöopathischen Heilkunde nicht eindeutig formuliert war. Dabei hatte Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, selbst zur Uneindeutigkeit des zentralen homöopathischen Grundprinzips beigetragen. Noch in der ersten Auflage seines Organon (1810 erschienen) hatte er die Heilwirkung eines Arzneimittels aufgrund von Gleichheitsbeziehungen zwischen den Beschwerden des Patienten und den durch Arzneigabe auftretenden Symptomen erklärt. Ebenso hatte er es versäumt, den Ähnlichkeitssatz - beispielsweise mittels praktischer Erläuterungen - eindeutig und unmissverständlich darzustellen, was bis in die heutige Zeit zu unterschiedlichen Auslegungen des Ähnlichkeitsprinzips führt.
Es stellt sich allerdings zum einen die Frage, inwieweit Hahnemann die Grundlagen einer auf Ähnlichkeit basierenden Heilkunde exakt und eindeutig hätte darstellen können. So ist die gegenseitige Abgrenzung der Begriffe der Ähnlichkeit und der Gleichheit bereits seit der Antike Gegenstand philo-sophischer Betrachtungen, die bislang noch nicht zu einem abschließenden Urteil geführt haben. Zum anderen lässt sich die Frage aufwerfen, ob die mangelnde Eindeutigkeit des homöopathischen Ähnlichkeitssatzes nicht auch positive Auswirkungen auf die Ausübung der homöopathischen Therapieform zeitigte, wie etwa durch die Ausbildung der vielfältigsten Behandlungsansätze und bis heute bestehenden unterschiedlichen homöopathischen Schulen. Auch die Nosodentherapie konnte hiervon profitieren. Durch die Einordnung der Nosodenpräparate als Simillimum statt als gewöhnliches homöopathisches Simile oder isopathisches Aequale im Rahmen der Isopathiedebatte wurde auf lange Sicht der Grundstein für die herausragende Bedeutung der Arzneimittelgruppe gelegt. Die Nosodentherapie wurde somit gewissermaßen zur Idealform der homöopathischen Behandlungsform stilisiert. Dass die Nosoden in der Tat bis in die heutige Zeit eine Art Sonderstellung einnehmen, verdeutlicht die 2006 in der AHZ publizierte Studie „Patienten in der homöopathischen Arztpraxis". Immerhin drei von zehn der in der homöopathisch-pädiatrischen Behandlung chronischer Erkrankungen am häufigsten eingesetzten Arzneimittel gehören den Nosoden an, die in der klassisch-homöopathischen Therapie (verglichen mit den Substanzgruppen der übrigen tatsächlich in der Praxis eingesetzten Homöopathika) eigentlich eine zahlenmäßig eher beschränkte Arzneimittelgruppe darstellen.
Die soeben erwähnte Studie ist noch unter weiteren Gesichtspunkten von Interesse. So gehören die besagten drei Nosodenpräparate der Gruppe der Erbnosoden an, die sich aus den Präparaten Psorinum, Medorrhinum, Syphilinum, Tuberkulinum und Carcinosinum zusammensetzt sowie gegenwärtig häufig nach miasmatischen Gesichtspunkten eingesetzt wird. Laut Hahnemanns Miasmenkonzept können sämtliche Erkrankungen auf eine Ansteckung mit den drei Grundkrankheiten Psora (Krätzkrankheit), Syphilis und Sykosis (Mischung aus Feigwarzenkrankheit und Gonorrhoe) zurückgeführt werden. Letztere können nur mittels bestimmter antimiasmatisch wirksamer Arzneien behandelt werden, zu denen heutzutage viele Homöopathen die den jeweiligen Grundkrankheiten zugehörigen Nosoden zählen. Wie die bereits angeführte Auswertung von AHZ-Falldarstellungen aufzeigt, wurden auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Nosoden bereits von einigen Homöopathen als Antimiasmatika eingesetzt. Ganz im Gegensatz zur heutigen Zeit spielte der Einsatz von Nosodenpräparaten zur Behandlung der chronischen Miasmen jedoch eine deutlich geringere Rolle. So erfolgten nur ca. 10 % aller Nosodenverschreibungen explizit nach miasmatischen Gesichtspunkten oder nach Unterdrückung von Hauterkrankungen in der Vorgeschichte der Patienten. Vielmehr wurden die Nosoden damals vornehmlich in der Behandlung epidemischer Akutkrankheiten sowie anderer äußerlich sichtbarer Krankheiten angewendet. Vaccinin, Variolin, Anthracin und Morbillin zählten dement-sprechend zu den vielfach verschriebenen Nosodenpräparaten. Der häufige Gebrauch von Nosodenpräparaten in der Behandlung von Infektionskrankheiten lässt sich u. a. schlüssig damit erklären, dass Infektionskrankheiten damals eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für die Bevölkerung darstellten, auch da man noch nicht über effektive therapeutische Methoden zu deren Behandlung verfügte. Wirksame Mittel im Kampf gegen epidemische Akutkrankheiten waren demzufolge gesucht, und man hoffte, diese in den Nosoden gefunden zu haben. Zudem haben Lux und Hering gerade in ihren für die Nosodentherapie grundlegenden frühen Schriften den Einsatz von Nosodenpräparaten in der Therapie ansteckender Akutkrankheiten ausdrücklich empfohlen.
In diesem Zusammenhang erstaunt allerdings, dass das damals am häufigsten verschriebene Nosodenpräparat Psorin darstellte. Eine bedeutende Ursache hierfür kann sicherlich darin gesehen werden, dass einzig von dieser Nosode umfangreichere Arzneimittelprüfungen am Gesunden existierten, die dem Mittel nachfolgend Eingang in einige homöopathische Arzneimittellehren, Repertorien und Symptomenlexika ermöglichten. Dies zeigt einmal mehr die große Bedeutung valider therapeutischer Erfahrungen und insbesondere der Durchführung von Arzneimittelprüfungen am Gesunden für die Praxis der Nosodentherapie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dass sich daran bis heute nur wenig geändert hat, zeigt die Tatsache, dass für die Erbnosoden - die aktuell meistverschriebenen Nosodenpräparate (s. o.) - ganz im Gegensatz zu anderen Präparaten dieser Arzneimittelgruppe ebenfalls umfangreiche Arzneimittelbilder existieren, die auf Prüfungen wie auch auf praktischen Erfahrungen basieren. Ein weiterer Grund für die gegenwärtig häufige Verabreichung gerade dieser Präparate liegt in einer Weiterentwicklung der Miasmentheorie im Sinne einer zunehmenden Verknüpfung mit der Nosodentherapie.
Heutzutage stellen die Nosoden, wie bereits erwähnt, einen integralen Bestandteil des homöopathischen Arzneimittelschatzes dar. Dies trifft auch auf die Sarkoden zu, welchen aktuell in der homöopathischen Praxis zwar ein geringer Stellenwert beigemessen werden muss als den Nosoden, die aber aus dem homöopathischen Arzneimittelschatz dennoch nicht wegzudenken sind. Ungeachtet der großen Bedeutung der beiden Arzneimittelgruppen für die Homöopathie ist der weitere Bestand der Nosoden- und Sarkodentherapie in weiten Teilen Europas (u. a. in Deutschland) massiv gefährdet. Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit sind viele Präparate dort bereits vom Markt verschwunden, da es sich bei deren Ausgangsstoffen um potentiell ansteckende Substanzen handelt. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso bedeutsamer, sich die lange Tradition der Nosoden- und Sarkodentherapie vor Augen zu halten, die bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (bzw. über die traditionelle Organtherapie und Praktiken des Ähnlichkeitszaubers indirekt sogar bis in die Antike) zurückreicht. Mit den Nosoden und Sarkoden würde die ho-möopathische Therapieform somit nicht nur bedeutsame Arzneimittel, sondern auch einen Teil ihrer - historisch erwachsenen - Identität verlieren.