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Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1976

Im Auftrag des Landes Niedersachsen, vertreten durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, werden Arzneimittelstudien der Nachkriegszeit in Niedersachsen an Heimkindern sowie Impfversuche an Säuglingen und Kleinkindern wissenschaftlich aufgearbeitet. Im Fokus steht dabei auch die Zusammenarbeit der Ärzte und Ärztinnen mit der Pharmaindustrie, insbesondere bei Medikamentenversuchen an Kindern und Jugendlichen in Heimen bzw. in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ferner soll die Frage geklärt werden, ob auch Jugendliche unter den Patienten der Göttinger Psychochirurgie waren, bei denen in den 1970er Jahren ein Eingriff vorgenommen wurde.
Neben der Auswertung der Ministerialakten und der Akten der Heimaufsicht werden auch die der Heimträger sowie Einzelfallakten der Heime untersucht. Die einschlägigen Fachzeitschriften und Werke der Fachliteratur gehören ebenfalls zum Forschungsgegenstand.
Dass solche Arzneimittelstudien und Impfversuche auch in Niedersachsen durchgeführt wurden, steht außer Frage. Unbekannt sind aber der Umfang, die Planung (Initiatoren), die konkrete Durchführung und die Folgen dieser Versuche. Auch soll die Frage geklärt werden, inwieweit das Ministerium Kenntnis von den Versuchen hatte bzw. darin involviert war.

Bearbeiterinnen: Dr. Sylvelyn Hähner-Rombach, Dr. des. Christine Hartig (ab 1.1.2018)