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Verleihung des Hans-Walz-Förderpreises 2007

Hans-Walz-Förderpreis zum dritten Mal in Stuttgart vergeben

Stuttgart, 30.11.2007 - Das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung hat am 30.11.2007 in Stuttgart zum dritten Mal den Hans-Walz-Förderpreis für Arbeiten zur Homöopathiegeschichte vergeben. Ziel des international ausgeschriebenen Preises ist es, die homöopathiegeschichtliche Forschung auch außerhalb des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung zu fördern. Die zur Begutachtung eingereichten Manuskripte kamen etwa zur Hälfte aus dem deutschsprachigen Raum sowie aus Nordamerika und Großbritannien.

Die diesjährige Preisträgerin, Dr. Birgit Lochbrunner, studierte in Ulm Humanmedizin. Derzeit ist sie als Assistenzärztin an der Klinik Innere Medizin V: Naturheilkunde und Integrative Medizin am Klinikum Essen-Mitte tätig.

Die Laudatio auf die prämierte Doktorarbeit mit dem Titel „Der Chinarindenversuch" von Samuel Hahnemann (1790). Seine Folgen und seine Bedeutung für die Homöopathie hielt Prof. Dr. Martin Dinges, Stuttgart. Er unterstrich den Stellenwert der Arbeit für eine Versachlichung der öffentlichen Diskussion um die Homöopathie. Lochbrunner kann nämlich zeigen, dass Hahnemanns Arzneimittelversuch nicht als das „Schlüsselexperiment“ der Homöopathie betrachtet werden kann. Vielmehr belegt ihre sorgfältige wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung, dass Hahnemann selbst und die Zeitgenossen ihn nur für einen Schritt unter mehreren auf dem Weg zur Entdeckung der Homöopathie hielten.

Die Arbeit wurde zum Tag der Preisverleihung am 30.11. im Verlag der Karl-und Veronica Carstens Stiftung in Essen veröffentlicht.

Martin Dinges

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