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Sources and Studies on the History of Homeopathic Medicine (Volume 2)

Reinhard Hickmann, Das psorische Leiden der Antonie Volkmann. Edition und Kommentar aus Hahnemanns Krankenjournalen von 1819-1831.
K.F. Haug-Verlag: Heidelberg 1996. 457 Seiten.
ISBN 3-8304-0283-X, EUR 59,95


Die Ursprünge der Homöopathie zu beleuchten, ist heute mehr denn je ein Bedürfnis der Forschung. Hahnemanns Krankenjournale geben einen authentischen Einblick in die Arbeitsweise des Begründers und somit in die Entwicklung der Homöopathie.

Die hier beschriebene und kommentierte Behandlung der Antonie Volkmann, der Frau des damaligen Senators und Stadtrichters zu Leipzig, durch Samuel Hahnemann ist vor allem deshalb interessant, weil sie in die Zeit der Entstehung seiner "Chronischen Krankheiten" fällt. Hahnemann hat sich in den Jahren 1816-1828 Tag und Nacht" mit der Natur der chronischen Krankheiten beschäftigt. Nachdem sich die Homöopathie bei der Behandlung akuter Krankheiten rasch einen Namen machte, blieben ihr wesentliche Erfolge bei der Behandlung chronischer Leiden zunächst versagt.

Hahnemann unternahm gerade in diesem Zeitraum den entscheidenden Schritt in ein therapeutisch noch nicht erschlossenes Neuland, das bis heute eine Domäne der Homöopathie geblieben ist: die erfolgreiche Behandlung chronischer Krankheiten.

Die Krankengeschichte der Antonie Volkmann zeichnet exemplarisch entscheidende Entwicklungsstationen der Homöopathie nach. Zu dieser Zeit sind die wichtigsten Ideen aus Hahnemanns drittem Hauptwerk bereits in Gedanken gefaßt, sie werden jedoch einer gründlichen praktischen Erprobung unterzogen und verfeinert, etwa durch Experimente mit Potenzhöhen, Applikationsmethoden oder bei der Arzneimittelherstellung. Die seinerzeit beschriebenen Arzneien haben sich bis in die heutige Zeit bewährt.

Das Buch wendet sich an alle, die sich wissenschaftlich mit den Grundfragen der Homöopathie auseinandersetzen, aber auch an jeden praktizierenden Homöopathen, der Interesse am therapeutischen Vorgehen Samuel Hahnemanns hat.