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Geschichte der Selbstmedikation mit Schüßler-Salzen

Im Jahr 1874 veröffentlichte Wilhelm Heinrich Schüßler erstmals seine „Abgekürzte Therapie“ als eigene Schrift. Vor seinem Tod 1898 redigierte er die 25. Auflage des Werkes. Die von Schüßler begründete Biochemie und die nach ihm benannten „Schüßler-Salze“ erfreuen sich auch heute einer großen Beliebtheit. Insbesondere bei leichteren Beschwerden werden die Mittel im Rahmen der Selbstmedikation verwendet.
Heute sind die „Schüßler-Salze“ zwar nicht rezeptpflichtig, aber man kann sie nur in Apotheken erwerben. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein konnten die biochemischen Mittel aber auch durch Vereine abgegeben werden, da deren Status als Arzneimittel noch nicht abschließend geklärt war. Ähnlich wie in der Homöopathie war auch für die Biochemie nach Schüßler ein heftiger Kampf darum entstanden, wer dazu berechtigt war, die Mittel herzustellen und abzugeben.
Das Projekt fokussiert in erster Linie auf die „Schüßler-Salze“ an sich. Gerade in der Frühzeit der biochemischen Bewegung soll die Rolle der Mittel in Therapie und Selbstbehandlung untersucht werden. Das Interesse gilt daher neben dem Begründer der Heilmethode auch biochemischen Apotheken und Vereinen. Da Unterlagen zu Schüßler und seiner Biochemie kaum in einer Bibliothek oder einem Archiv systematisch gesammelt wurden, besteht ein wichtiger Teil des Projekts zudem in der Suche nach geeigneten Quellen und aussagekräftigen Dokumenten.

Bearbeiterin Dr. phil. Marion Baschin.