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„Deine Gesundheit, unser Staat“: Patientenerfahrungen im Gesundheitswesen der Deutschen Demokratischen Republik

(Habilitation, Bearbeiter: Markus Wahl)

Im Titel des Sammelbandes „Deine Gesundheit, unser Staat“ von 1969 beschrieb der Herausgeber Kurt Winter, ein angesehener Sozialmediziner in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), eines der wichtigsten Maxime des sozialistischen Gesundheitswesens: das Recht auf kostenlose Gesundheitsfürsorge, aber auch die Pflicht eines jeden einzelnen DDR-Bürgers, sich gesund zu halten. Ausgehend von diesem Sachverhalt wird im Habilitationsprojekt der Frage nachgegangen, wie sich die sozialen und medizinischen Transformationsprozesse in der DDR auf die Patientenerfahrung im Sprech- oder Krankenzimmer ausgewirkt haben. Dabei handelt es sich um eine Mikrostudie für die Stadt Dresden und den ländlichen Raum des Dresdener Bezirkes. In dem Projekt werden die medizinische, aber auch die soziale Behandlung und damit die Erfahrung der Patienten am Beispiel von Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose und Alkoholabhängigkeit untersucht. Dabei sollen Prävention, Behandlung und Pflege durch zum Beispiel Fürsorgerinnen, Betriebsärzte und das Pflegepersonal in- und außerhalb von medizinischen und sozialen Institutionen im Fokus stehen. Die Analyse der drei ‚Proletarierkrankheiten‘ stützt sich auf Korrespondenzen, Berichte, Egodokumente und Ausstellungsmaterialien aus privaten und öffentlichen Institutionen und Archiven sowie populäre Literatur, um in den Mikrokosmos der verschiedenen Akteure im sogenannten Arzt-Schwester-Patienten Verhältnis und dessen Umfeld in der DDR vordringen zu können.

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